Brutaler Mord an Amberger Juwelierin
Play • 41 min


Auszüge aus dem Gespräch:


00:01:08:23

Es war der 22. Juli 2006. Ein Samstag. Die Wettervorhersage damals schöner Sommertag. Katharina Koller sperrt ihren Laden auf wie jeden Samstag. Katharina Koller ist 93 Jahre Ihr Mann ist vor 15 Jahren gestorben, und seitdem steht sie täglich allein im Laden. Sonst habe ich doch nichts mehr, sagt sie. Sie mag die Kunden, den Kontakt zum Kunden. Es ist ein kleiner Laden.


00:01:59:14 

Zwei Täter sind so um die Mittagszeit in den Laden eingedrungen, haben Katharina Koller mit einem Pistolengriff niedergeschlagen, brutal niedergeschlagen. Drei Schläge. Sie war sofort tot. 




00:02:29:16 

24 Stunden später wird die Katharina Koller gefunden.


00:06:09:15

Eine Soko wurde gegründet, 50 Beamte waren damit dabei, haben den ganzen Montag dann nach Spuren am Tatort gesucht.Unter anderem hat man auch die Tatwaffe gesucht.


00:08:44:22 

Also es gab eine Ahnung, aber es fehlte die Tatwaffe und es fehlten genügend Indizien.


00:08:54:10 

Es gab Hinweise auf Täter. Zwei Männer wurden gesehen, die mit dem Koffer aus dem Laden kamen. In dem Koffer dürfte die Beute gewesen sein. Die haben von Schmuck Gegenstände im Wert von mehreren 10.000 Euro. 



00:11:00:21

Ja, die beiden, man muss man dazu sagen, schon auch sehr betagt, also älter, sag ich mal und waren beide auch kein unbeschriebenes Blatt. Also sie hatten eine kriminelle Vergangenheit


00:14:03:17 

Es gab eine Prognose. Die Prognose hieß damals, dass der entlassene fortgeschrittenen Alters sei und schwer erkrankt. Es ist wohl keine weitere Straftat zu erwarten. Es hat sich komplett anders herausgestellt.


00:15:20:07 

Ein bisschen sprachlos gemacht hat die Brutalität, mit der eine 93-jährige angegangen wird. Ein Mensch, von dem man wahrscheinlich auch als Täter keinen großen Widerstand zu erwarten hat. Was einen dazu bringt, dann zuzuschlagen, entzieht sich unserer Kenntnis.


00:17:28:21 

Es war jetzt nicht der erste Schmuck Diebstahl. Er hat schon vorher, also nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde, im Mai und Juni 2006 mit Schmuck gehandelt. Woher dieser Schmuck stammte, weiß man nicht, aber ein Punkt war auch, dass er seiner Tochter zur Hochzeit Schmuck im Wert von 5000 € geschenkt hat.




00:21:08:00 

Ich sage immer vom Arzt bis zum Mörder tatsächlich alles dabei. Aber die schweren Jungs, wie sie es gesagt haben, sind tatsächlich in der Minderheit. 


00:24:26:19 

Sie hat ja auch beschrieben. Sie habe Dauer-Kunden, wenige auch über Generationen hinweg. Ich habe dort nach gefragt und es sind Generationen eben nicht von Bewährungshelfern. Es sind Generationen von Tätern. Also der Opa, der Vater und jetzt der Enkel und alle landen wieder bei ihr. Zumindest ein Teil davon. A


00:29:21:04 

Je länger jemand inhaftiert ist, umso weniger Fähigkeiten hat er ja auch sich draußen zu behaupten. Aber auch da können wir versuchen, eine Tagesstruktur für ihn vorzugeben, zu klären, was ist das Wichtigste Wo gehst du als nächstes hin? Wie nimmst du deine Termine wahr, die wichtig sind, jetzt in der 1. Zeit einfach nicht in diesem Loch hängen lassen, das mit Sicherheit vorhanden ist, sondern begleiten.


00:36:12:24 

Da der perfekte Proband am Wie muss der sein? Muss der schaffen? Also einfach seine, seine Ziele, seine gesteckten Ziele erreichen können. Nicht wieder ins Gefängnis müssen, keine Straftat begehen, für sich einfach eine positive Identität gefunden haben, die Straftaten nicht mehr notwendig machen. Einfach Voraussetzungen geschaffen, wo die Begehung von Straftaten keine Rolle mehr spielt.

More episodes
Search
Clear search
Close search
Google apps
Main menu