Bewusst leben - Der Podcast für mehr Balance im Alltag!
Macht Geld glücklich?
Jul 16, 2017 · 19 min
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#11 Macht Geld glücklich? Frederick wirft das Thema auf den Tisch und wir sprechen darüber ob und wie Geld wirklich glücklich machen kann.  In dieser Folge diskutieren wir über das Thema Geld, welchen Stellenwert es im Leben […]

#11 Macht Geld glücklich? Frederick wirft das Thema auf den Tisch und wir sprechen darüber ob und wie Geld wirklich glücklich machen kann. 

In dieser Folge diskutieren wir über das Thema Geld, welchen Stellenwert es im Leben einnehmen kann und zu welchem Grad es für unser Glück verantwortlich ist. Ist Geld DAS große Ziel im Leben? Oder ist es wichtiger selbstbestimmt die Dinge im Leben umsetzten, die einen interessieren und fesseln, um weiter zu kommen, auch wenn die finanzielle Entlohnung noch nicht oder nur gering vorhanden ist. Zudem diskutieren wir wie man mit eventuellem Druck der Eltern oder anderen außenstehenden Personen umgehen kann und wie Geld und ein glückliches Leben Hand in Hand gehen können.

Macht Geld wirklich glücklich?:

Die Passion für eine Tätigkeit führt zu Beginn oft zu einem Kompromiss. Nämlich: In der Freizeit etwas Unentgeltliches zu tun, um einen Mehrwert zu generieren der eine positive Auswirkung auf alle anderen Tätigkeiten im eigenen Leben und im Leben anderer hat.

Der lange Atem und Investitionsbereitschaft sind Grundvoraussetzungen, um ein eigenes Projekt oder eine Tätigkeit die man liebt dahin zu bringen, dass ein Einkommen damit erzielt werden kann. Trotzdem muss man parallel dazu seinen eigene finanziellen Wert einschätzen lernen. Denn wenn der Marktwert stimmt, verdient man in der Regel auch Geld. Warren Buffett hat mal in einem Interview gesagt: „Es gibt keinen besseren Weg als in sich selbst zu investieren.“

Die Tätigkeit macht definitiv glücklicher als das Geld selbst. Ein Grundeinkommen ist jedoch essentiell um überleben zu können. Bsp.: Es gibt eine Studie, die das Verhältnis zwischen Grundjahreseinkommen und dem glücklich sein ermittelt hat. Fazit aus dieser Studie ist, dass man ab einem durchschnittlichen Netto-Monatseinkommen von 5000 Euro nicht mehr glücklicher wird. Wichtig sich vor Augen zu führen: Geld ermöglicht es die eigenen Ideen umzusetzen und frei, selbstbestimmt sowie ohne große Komplikationen leben zu können. Für ein adäquates Grundeinkommen zu sorgen ist wichtig, um in unserer westlichen Gesellschaft bestehen zu können.

Druck von Eltern oder außenstehenden Personen: Wichtig ist, Verständnis aufzubringen für die Sorge der Eltern. Realisieren, dass es unterschiedliche Sichtweisen zwischen den verschiednen Generationen gibt. 

5 Tipps: Der Weg zu einem erfüllten Job

  • Die eigene Passion entdecken und selbstständig fördern
  • Ziele definieren (aufschreiben!)
  • Vertrauen in sich selbst haben + den langen Atem akzeptieren
  • In die Umsetzung gehen, hart arbeiten (ist nicht schwer wenn es um die Passion geht)
  • Kurz bevor man denkt alles hin zu schmeißen, muss man bereit sein um den extra Kilometer dran zu hängen
  • Der „Tipping Point“ kommt und Erfolg stellt sich ein

Macht Geld glücklich? – Shownotes:

Macht Geld glücklich? – Transkript:

A: Moin, ihr seid hier wieder bei den Mindpreneuren mit Frederick und mir. Hallo Frederick!

F: Hi, grüß dich!

A: Und, ja, das ist eigentlich eine, man kann sagen eine Improvisationsfolge, weil du, Frederick, hast jetzt ein Thema, was du auf den Tisch wirfst und ich habe keine Ahnung worum es geht und wir gehen einfach in die Diskussion. Und mal sehen, was dabei herauskommt. Also ich bin, ja, supergespannt, was mich da jetzt erwartet.

F: Okay. Ja, dann lege ich mal direkt los. Thema des Ganzen wird sich im Laufe der Zeit rauskristallisieren, wenn ich die kurze Story erzähle. Also ich hatte gestern, wir hatten gestern Besuch von meiner Mutter und dann sind wir auch spazieren gegangen, so ein bisschen durch den Wald und es kam dann im Gespräch so ein wenig auf die Zukunft und ich habe dann so ein bisschen versucht auszuführen, wie ich mir das vorstelle, was für mich wichtig ist und wo ich gerne hinwollen würde. Als Mutter denke ich, keine Frage, macht man sich auch Gedanken darum – geht es meinem Sohn gut, ist er gut finanziell abgesichert, hat der auch irgendwie Spaß an der Sache und wie kann es da weitergehen –, und, ja. Da kamen wir dann irgendwie drauf zu sprechen, dass ich gesagt habe – Okay, ich nutze einfach auch eine bestimmte Zeit in meiner Freizeit um bestimmte Projekte, wie beispielsweise diesen Podcast, zu verfolgen, um zu schauen auch, wo das Ganze hingeht. Und das war superinteressant dann die Reaktion mitzubekommen, weil meine Mutter hat dann nämlich direkt, also ich bin Physiotherapeut, also ich verdiene auch kein großes Geld, hat dann aber auch direkt so das interpretiert als wäre das etwas, was nicht einen ausreichenden Verdienst in der Zukunft generieren könnte und nicht ausreichend Absicherung generieren könnte, ja? Sie kam also eigentlich direkt mit so einer bestimmten Besorgnis und das hat sich nochmal verstärkt, als ich dann auch gesagt habe – ja, Geld ist nicht mein Ziel im Leben –, das ist absolut nicht mein Ziel. Mein Ziel ist es eine Tätigkeit auszuüben, wo ich selbstbestimmt auch die Dinge umsetzen kann, die mich interessieren, die mich fesseln, und wo ich auch weiterkommen kann und das hat manchmal auch etwas damit zu tun in der Freizeit eben etwas „Unentgeltliches“ zu machen, um Mehrwert zu generieren für alle anderen Tätigkeiten. Und das war dann nochmal Öl ins Feuer, weil sie hat dann nur gehört – ja, uh, Geld ist nicht das Ziel, was macht mein Junge da –, ne? Und dann, erst in dem Moment, wo ich gesagt habe – ja, pass auf, Geld –, das ist natürlich jetzt dramatisiert, aber ich habe schon wirklich gemerkt, dass da sehr viel Sorge mitschwang, ne? Und dann hat sie, erst als ich dann wirklich gesagt habe – okay, Geld ist nicht mein Ziel, aber ich habe volles Vertrauen in meine Fähigkeiten, dass ich, wenn ich die Dinge tue, die mich erfüllen, die mir Spaß machen und die ich mittlerweile, wie ich realisiert habe, wo ich viele verschiedene Dinge einfach auch, die mich interessieren, kombinieren kann, dann wird das Geld automatisch folgen. Und da habe ich auch erwähnt, dass ich mit dir halt etwas zusammen mache, dass du schon seit Ewigkeiten eigentlich sozusagen eigene Bandprojekte hast und natürlich auch schauen musst, dass du nicht an der Brotkrume nagst, sondern auch bezahlen lässt, ne? Und da habe ich gesagt, da ist mit Sicherheit auch Lernpotenzial von meiner Seite da, um mich dann halt auch ausreichend bezahlen zu lassen, aber das ist auf jeden Fall etwas, wo ich drauf Wert lege, nur das ist nicht mein ultimatives Ziel. Und da fand ich einfach superspannend da die Unterschiede auch von den Generationen so ein bisschen zu realisieren, aber auch gleichzeitig zu realisieren, dass es manchmal nur einen kleinen Tweak braucht, eben kommunizieren in irgendeiner Art und Weise mit jemandem, der vielleicht auch ein anderes Wertesystem noch besitzt, um da auch zu einem Konsens zu kommen. Genau, das ist eigentlich so ein bisschen die Story, wie das gestern so gewesen ist und, ja, weiß nicht, also mich würde einfach interessieren, was da so ein bisschen deine Gedanken dazu sind und ob du vielleicht auch was dazu beizutragen hast, was vielleicht auch vergleichbar ist.

A: Ich finde das ist ein unglaublich spannendes Thema, weil, naja, wir reden natürlich auch außerhalb des Podcast viel miteinander, weil mich das natürlich auch in der letzten Zeit sehr beschäftigt hat. Ich glaube, dass, also es ist ein bisschen so die Grundfrage, die da so mitschwingt: Macht Geld wirklich glücklich, ne? Und das ist halt so eine Sache, wo du schon ganz viele Gedanken drüber gemacht hast und dir bewusst bist, dass Geld eben nicht glücklich macht, aber für ganz viele Menschen, ja, vielleicht auch ältere Menschen, die andere Zeiten noch miterlebt haben, die nicht in der neuzeitlichen Welt, so wie wir, mit ganz viel Persönlichkeitsentwicklung aufwachsen, für die ist halt wirklich Geld gleich Glück. Und mit Geld kann man sich auf jeden Fall das Glück schon irgendwo auch kaufen und dann hat man auch keine Sorgen und so weiter und so fort. Also das schwingt halt leider Gottes immer noch ganz häufig mit und ich kriege das bei meiner Familie beziehungsweise bei meiner Mutter und bei meiner Oma auch ganz stark mit, dass sich da in den letzten Jahren, wo ich jetzt auch Student war, da ist natürlich auch nicht das große Geld dagewesen, aber auf jeden Fall eine Passion für ganz viele Sachen, dass da immer wieder die Sorge kam – was macht der Junge nach dem Studium, wenn er fertig ist? – Und das ist halt einfach ein, man muss da halt glaube ich schon irgendwo ein Verständnis aufbringen für diese Sorge, weil sich Eltern glaube ich unglaublich wünschen, dass das Kind irgendwann auf eigenen Füßen steht. Aber ich teile da zum Beispiel, also ich würde meine Kinder auch da ganz anders erziehen und sagen – Hauptsache du bist glücklich mit deinen Tätigkeiten und du hast erfüllte Tätigkeiten –, das ist wichtiger als das große Einkommen, weil in der Tat, was du sagst, der Rest folgt dann automatisch. Ich glaube es ist immer…ja?

F: Ja, da direkt zum Einsteigen, das aber nicht blauäugig zu vermitteln ist extrem wichtig, sondern auch dann ein Mindset, aber auch ein Skillset versuchen aufzubauen bei Kindern, dass trotz alledem eine bestimmte Auseinandersetzung damit geschehen muss, dass man eben nicht nur das Glück quasi verfolgt und, ich sage mal, auf alles andere quasi groß scheißt, auch auf das Geld, sondern wirklich auch schaut, dass man dieses Vertrauen in sich selber hat, aber auch, und das war auch glaube ich gut, dass ich das so gesagt habe, diese Tätigkeit, die man ausübt sich nicht auch irgendwie als brotlose Kunst entpuppt. Also auch schaut, dass man wirklich trotz alledem sich auch in irgendeiner Art und Weise, ja, zumindest für eine bestimmte Zeit irgendwie auch absichern kann.

A: Ganz genau. Also das will ich auch auf jeden Fall nochmal deutlich machen, also Geld ist definitiv wichtig, zumindest ein gewisses Grundeinkommen, mit dem du halt wirklich deine Kosten decken kannst. Weil das Ding ist nämlich auch, wenn du das nicht hast, dann löst das in dir selber auch eine Sorge aus, die dich, ja, qua Energie und von allem her wirklich extrem bremsen kann, weil wenn du nicht weißt, wie du über den nächsten Monat kommst, weil du einfach tolle Projekte machst, aber einfach gar kein Einkommen dabei, dann ist es natürlich schon schwierig. Da musst du eher schon ehrlich zu dir selber dann sein – pass auf, ich suche mir jetzt einen Job, der auf jeden Fall meine Grundbedürfnisse finanziert und darüber hinaus kann ich mich dann wirklich verwirklichen und probieren meine Projekte so hochzuziehen, dass die irgendwann das übernehmen und ich nur noch das mache, worauf ich Bock habe –, also das ist schon wichtig. Es gibt da glaube ich auch Studien zu. Ich glaube, dass du da ein bisschen bewanderter bist in der Studienlandschaft als ich, aber es gibt glaube ich ein Grundjahreseinkommen, was man, wenn man das überschreitet einen nicht mehr glücklich macht oder einen nicht mehr glücklicher macht als, ja, als man das eh schon ist. Also es gibt ein gewisses Grundeinkommen, das macht einen unglaublich glücklich, ich glaube das sind, weiß ich nicht, bis zu 5.000 Euro im Monat oder so waren das dann. Geht das irgendwie so in die Richtung? Ich weiß es nicht.

F: Also das war mal irgendwie eine Studie im Umlauf vor ein paar Jahren glaube ich, da ging es darum, wieviel man braucht um wirklich zufrieden und sorgenfrei, wie auch immer man glücklich sein definiert, zu sein. Das hat man dann kategorisiert glaube ich, das war in Dollar oder sowas nach bestimmten zehntausender-Schritten Jahreseinkommen und da hat man halt geschaut wie viele Leute damit halt zufrieden, sehr zufrieden, unzufrieden, sehr unzufrieden gewesen sind und da hat man halt so eine Schwelle irgendwie gefunden so, dass man so ab ich glaube 60.000 Euro oder sowas pro Jahr wohl relativ sorgenfrei sei, doch ich weiß auch nicht genau, ob das die einzige Interpretation aus den Daten halt sein kann in irgendeiner Art und Weise, weil da gab es glaube ich auch mal eine Kontroverse zu. Da müsste ich mich nochmal schlau machen.

A: Gut, aber dann haben wir jetzt ungefähr eine Zahl. Wenn du sagst 60.000 im Jahr, dann sind das ja 5.000 Euro im Monat und alles, was darüber hinaus dann passiert macht einen nicht, definitiv nicht glücklicher, vielleicht sogar unglücklicher und das zeigt ja einfach auch schon mal, dass da, ja, irgendwo Geld nicht alles ist im Leben, also dass du es zu einer Grundsicherung brauchst und Geld macht, ermöglicht ja auch einiges, ne? Wenn du zum Beispiel große Projektpläne hast, du willst ein großes Charityprojekt, weil das dein großer Lebenstraum ist, ins Leben rufen und du willst damit ganz vielen anderen Leuten helfen, ja, ohne Money ist da erstmal nichts los oder ohne einen Investor. Also Geld ist schon irgendwo, ich kriege das jetzt auch mit, ich kann das jetzt am Beispiel meiner eigenen Band eben schildern. Wir haben jetzt eine Plattenproduktion gemacht in London, hatten die Chance mit extrem großen Produzenten aufzunehmen, naja, das kostet natürlich auch was, ne? Und da muss halt extrem viel selbst stemmen oder guckst halt nach Investoren, um das irgendwie möglich zu machen, aber nur dann hast du natürlich die Chance um Schritte zu machen im Musikbusiness auch, ne, die dann, also du musst natürlich gute Songs haben, musst natürlich auch gut abliefern im Studio, weil das macht ja dann letztendlich erst möglich, dass du weitere Schritte dann machen kannst, zum Beispiel dann auf internationaler Ebene. Und da ist halt dann auch nunmal schon es einfacher, wenn man irgendwie so einen Grundbetrag an Geld zur Verfügung hat, um sich diese Träume und Ziele zu verwirklichen.

F: Ja, genau.

A: Also das ist dann nochmal der, die andere Seite der Palette, aber Geld ist halt einfach nicht alles, aber vielleicht ist es das für deine Mutter auch nicht unbedingt, ne? Weiß ich nicht.

F: Ne, ich glaube was bei ihr so ein bisschen mehr mitgeschwungen hat war wirklich die Sorge, dass nicht, wie das eigentlich auch so ein bisschen zu interpretieren ist, dass diese Grenze, um relativ sorgenfrei zu sein, nicht erreicht wird, wenn ich das halt so auf die Art und Weise mache. Das glaube ich ist so das, die Grundsorge gewesen, weshalb sie da vielleicht auch so nochmal nachgehakt hat und erst auch wirklich ein bisschen erleichtert war, als ich das so gesagt habe, dass das für mich natürlich auch wirklich ist, dass ich da in irgendeiner Art und Weise auch eine bestimmte Grenze, die ich jetzt nicht festlegen kann in einem Betrag oder so, aber dass ich zumindest relativ sorgenfrei irgendwie durch das Leben gehen kann, dass ich die erreiche und das aber mache mit der Grundvoraussetzung, dass ich das tue, was ich gut mache und wo ich auch Bock drauf habe, ne? Und dass das vielleicht auch mal heißen mag, dass in der Freizeit eben einiges an Zeit und Energie und Ressourcen draufgeht, um unentgeltlich sage ich mal etwas nach vorne zu bringen, was aber total den Mehrwert hat für alles andere an Tätigkeiten, beispielsweise um, ich gebe mal ein Beispiel für Leute, die auch ein Nine-to-Five irgendwie haben, um nebenberuflich was aufzubauen, ne? Das hat oftmals damit zu tun, dass man aus der Freizeit einiges an Zeit abzwackt, um dort weiterzukommen und dann tatsächlich hinterher auch eine, ja, eine größere Selbstständigkeit vielleicht oder auch eine andere Form des Daseins irgendwie zu sein, was auch immer das für einen bedeuten mag, ne?

A: Absolut. Absolut. Und es ist immer erstmal viel investieren, wenn man ein Projekt angeht und man muss den langen Atem haben, ohne dass man da irgendwie finanziell entlohnt wird, aber es kommt immer der Tipping Point. Dafür muss man einfach das Durchhaltevermögen haben. Ich mein ich sehe das jetzt, ich sehe das an vielen Beispielen, ne? Also bei mir selbst, und da kann ich wieder auf die Band verweisen so, also dass wir jetzt in einer Phase zum Beispiel, ne, von Label Shopping sind und dass wir halt wirklich ein, kurz davor sind einen Label-Deal zu unterschreiben, das heißt unsere Musik rauszubringen. Und das hat einfach Jahre gedauert und es hat Jahre auch gedauert bis sich irgendwie, ja. Also man kann sich vorstellen, ein Label ist so eine Art Verlag, wie wenn du Musik rausbringst, wenn du ein Buch rausbringst. Und man muss da wirklich erstmal drum kämpfen, um überhaupt in das, ne, in den Frame dieser Aufmerksamkeit von gewissen Leuten zu kommen. Und das ist nur investieren, investieren, investieren, spielen, spielen, spielen, spielen, wenig Geld dafür bekommen, Aufnahmen, in Aufnahmen investieren und so weiter und so fort. Eine Band ist glaube ich ein unglaublich gutes Beispiel für Investitionsbereitschaft und den langen Atem, der teilweise noch viel länger ist, als wenn du dir in einem anderen Bereich ein Unternehmen aufbaust, Band ist nämlich auch wie ein Unternehmen letztendlich. Aber dass dieser Tipping Point, egal wann er kommt, der wird kommen und man muss einfach nur das, ich glaube das Wichtigste ist ein tiefes Vertrauen darin haben, in das, was man macht und was einen erfüllt. Und das Vertrauen muss man letztendlich auch rüberbringen können an die Leute, die einem nahestehen und die sich Sorgen um einen machen und die einen auch irgendwo unterstützen. Und das ist dann leider auch, was heißt leider, das ist oftmals Mutter, Vater und Geschwister, Oma, Opa. Also ich muss dann sagen, bei meiner Mutter und meiner Schwester, das sind zwei Menschen, die mich, und auch meine Omas, die mich unglaublich unterstützen bei meinem Weg im Leben, das ist auch nicht immer einfach gewesen. Aber ich musste halt und ich habe immer probiert, die Faszination überschwappen zu lassen für das, was ich mache, sodass die halt wirklich…

F: Vertrauen haben können.

A: Genau, Vertrauen haben.

F: Vertrauen haben können. Man muss auch vertrauen können. Aufgrund des Gefühls, was sie von dir bekommen, ne? Und dass du aber auch dann glaube ich signalisierst, dass du dir doch auch differenziert Gedanken dazu gemacht hast in einem Reflexionsprozess und auch immer wieder neu evaluierst und sagst – Okay, ich halte halt auch an bestimmten Werten fest, aber ich lasse bestimmte auch nicht außer Acht –, ne?

A: Ja.

F: Und da halt auch wirklich so eine Mischform in irgendeiner Art und Weise rüberzubringen. Ich denke das Allerwichtigste ist und das ist das, was ich in der Freizeit schon immer intuitiv gemacht habe, das war auch im Studium schon so, dass ich mich aus Neugierde und Interesse mit etwas beschäftigt habe und dadurch mein Skillset und meine Fähigkeiten, die ich eben habe, ausgebaut und verbessert habe. Und das passiert denke ich auch, wenn ich so darüber von dir erzählen höre, auch bei einer Band. Ich meine du grindest halt, du probst mehrfach die Woche, dann guckst du, dass du Auftritte hast, Tour, du schaust, dass du irgendwie etwas mit dem Merch auch auf die Beine stellst, aber es kommt ja lange Zeit nicht so viel bei rum, wie das vielleicht irgendwie glorifiziert in den Medien von den riesen Rockstars oder so etwas ist, sondern es ist halt einfach wirklich viel aufgrund von Passion, aber auch ein immer weiter Dazulernen von Fähigkeiten und Ausbauen von Fähigkeiten.

A: Ja.

F: Und dass das sich letztendlich ausbezahlen wird, wenn man dranbleibt.

A: Absolut. Absolut. Und dann auch zu sehen, dass man vielleicht gewisse Projekte auch verknüpft, wie du und ich das ja auch machen. Also alles, was ich letztendlich hier lerne bei der Tätigkeit des Podcast und alles, was damit zusammenhängt, kann ich übertragen und kann ich nutzen für andere Sachen. Kann ich auch für die Band nutzen. Alles, was ich bei der Band lerne, kann ich wiederum im Podcast einsetzen. Und ich glaube das ist wichtig, dass man einfach dann, wenn man Projekte angeht, die Passion muss da sein, das Vertrauen in sich selber und auch die Bereitschaft, bei anderen Leuten um einen herum, die sich Sorgen machen, das Vertrauen auch zu erwecken, dass sie einen da auch so begleiten auf dem Weg und dass man für sich selber einfach immer lernt und weiterkommt. Und irgendwann kommt dieser, das meine ich mit Tipping Point so, irgendwann kommt dieser Tipping Point und dann kriegst du auf einmal unglaublich viel Geld für deine Tätigkeit und dann, ich weiß halt nicht, ich glaube dann macht das Geld auch überhaupt nicht so viel aus. Gut, dann hast du halt mehr Geld. Dann kannst du das irgendwie einsetzen, investieren oder so, aber das ist jetzt nicht so, dass dich das dann unbedingt, dass das jetzt auf einmal für dein Glück entscheidend ist, sondern das ist ein netter Nebeneffekt.

F: Cool. Ja, ich glaube damit haben wir schon einiges irgendwie abgedeckt. Ich fand es auch superspannend, deine Gedanken dazu zu hören und auch deine Erfahrungen geteilt zu bekommen.

A: Ja, auch ebenso. Kann ich nur zurückgeben. Und ich glaube das ist auch wichtig, dass wir hier so offen und ehrlich auch in dem Podcast darüber reden und auch auf dem Weg, den wir gerade bewandeln, auch die Probleme, die wir haben. Weil ich, jeder fängt einfach mal irgendwo mit einem Projekt an und da regnet es noch nicht immer in Hülle und Fülle das Geld vom Himmel und da geht es auch nicht drum. Aber es wichtig halt, sich bewusst zu sein – alles klar, ich brauche Geld um zu überleben, einen gewissen Grundbetrag, aber letztendlich geht es darum, dass ich mich, ja, erfüllt fühle durch das, was ich tue. Und dass man aber trotzdem die Menschen um einen herum nicht vergessen darf, die einen begleiten, weil die müssen einem ja auch irgendwie das Vertrauen schenken, dass das alles, ja, auf dem richtigen Weg ist.

F: Cool, geil. Ich habe noch ein cooles Schlusswort, das habe ich letztens gelesen, einfach so ein bisschen verwurschtelt von mir. Zitat von Warren Buffett: „Es gibt keine bessere Investition, als in sich selbst zu investieren“. Und das von einem Mann halt, der wirklich der wahrscheinlich der Top-Investor…

A: Der Welt.

F: Der Welt, aller Zeiten irgendwie so ist.

A: Ja.

F: Und das finde ich ist ein starkes Statement und ich glaube das ist so ein bisschen die Quintessenz des Ganzen auch, weil das natürlich auch dann bedeutet, genauso etwas wie auch darein zu lernen eben, anderen Leuten Vertrauen zu geben. Und die auch verstehen zu wollen.

A: Genau und nochmal zu Warren Buffett, ich weiß nicht wie viele Stunden am Tag der liest, aber es ist eine gehörige Anzahl an Stunden und der Mann setzt sich, ja, investier in dich selber, unglaublich viel mit dem Thema Wissen auseinander und das hat ihn dahin gebracht, wo er auch heute ist und das hat, es erfüllt ihn. Also Lernbereitschaft, wir sind wieder beim Thema Lernbereitschaft und letztendlich wird die nur Benefits liefern, also das ist glaube ich so der Schlussgedanke, den man hier, den Du als Hörer auch mitnehmen kannst aus diesem Podcast. Bei allen Schwierigkeiten, die Du im Leben hast, fokussier dich darauf, die tolle Seite einfach des Lernens zu entdecken und dann wird alles sich mit der Zeit ergeben.

F: Ja, geil. Spannende Art und Weise finde ich, können wir öfter machen so eine Impro-Folge, einer überrascht den anderen und dann quatschen wir einfach drauf los.

A: Alles klar. Cool.

F: Super. Ich hoffe Du als Hörer konntest da jetzt einiges, ja vielleicht hast Du etwas wiedererkannt, hast Dich selbst wiedererkannt oder kannst da zumindest irgendetwas mit rausnehmen. Falls Du auch andere Beispiele oder andere Learnings aus so etwas hast, kommentier, schick uns eine E-Mail, reg die Diskussion an, geh auf Facebook und wir freuen uns auf Dein Feedback.

A: Genau. Und vielleicht entsteht dadurch auch gerade nochmal eine neue Improvisations-Folge oder generell eine neue Themen-Folge auf Basis, ja, Deines Feedbacks.

F: Cool.

A: Alles klar, in dem Sinne, bleibt balanced.

F: Eure Mindpreneure.

A: Peace und out.

F: Ciao.

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