#073 Fearless Kommunikator:innen — Interview Dr. Andrea Wels über interne Kommunikation, Führungskultur im Change …
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… in Zeiten von Homeoffice, Pandemien und Social Distancing

Dr. Andrea Wels verfügt über langjährige Erfahrung als Fach- und Führungskraft im Bereich der Kommunikation und enorm viel Wissen um die unterschiedlichen Perspektiven und Bedürfnisse in Organisationen – gleich welcher Größe. Sie analysiert im Fearless Culture Podcast die Hürden für die Führungskräfte und die (interne) Kommunikation im Bestreben, eine Kultur zu etablieren, die gerade in Veränderungsprozessen und/ oder Krisen Mitarbeitenden Türen und Möglichkeiten eröffnet, um deren Potenziale - im Sinne und Auftrag der Organisation - meistern zu können.

Einen Moment innehalten und überlegen, wie bei uns interne Kommunikation geht

So schwierig die aktuellen Zeiten auch sein mögen - wir haben jede Menge technologische Entwicklungen und Tools zur Verfügung, mit denen die Organisationen vermeintlich bestens ausgestattet sein sollten. Es dürfte demnach jetzt wirklich nicht problematisch sein, anständige interne Kommunikation zu machen. „Und ich glaube, dass sich gerade in dieser Zeit zeigt, wie wichtig es ist - auf der Basis dieser Instrumente und mit unserem Wissen - einen Moment innezuhalten und zu überlegen: ‚Was passt zu unserem Unternehmen, welches Tool ist für uns wichtig, wie geht bei uns interne Kommunikation, was möchten die Kolleginnen und Kollegen wissen‘, sagt Andrea im Podcast Interview und ergänzt: "Dafür ist jetzt diese Zeit wirklich geeignet. Es ist jetzt die Zeit, in der die Kommunikatoren gefordert sind, einen Moment anzuhalten, sich das verfügbare Repertoire anzusehen und gut auszuwählen, um die Bedürfnisse, die Kolleginnen und Kollegen haben, die völlig unterschiedlich sind, auch gut zu bedienen".

In schwierigen Zeiten zu schweigen, fährt ein Unternehmen in eine Low Performance

Kommunikation und Kultur entstehen und entwickeln sich, ob es den Führungskräften oder Kommunikator:innen gefällt oder nicht. Und eine Organisation/ Belegschaft lernt sehr schnell, wie beispielsweise mit Feedback umgegangen wird – in Sekunden. Führung muss heute nicht nur, wie in den alten Zeiten, senden, sondern auch zuhören und verstehen können.

Auch in Krisen erwartet niemand, dass alle Lösungen sofort zur Verfügung stehen. Aber dass Bedenken, Sorgen und Befürchtungen gehört werden – vielleicht auch verstanden werden – ist ein Muss. Besteht in schwierigen Zeiten die Gefahr, etwas Falsches, zu sagen, ziehen sich viele Führungskräfte zurück und sagen lieber gar nichts. Dies fährt ein mittelständlisches Unternehmen in eine Low Performance," berichtet die promovierte Philosophin und führt aus: "Wenn sich die oberste Ebene darauf verständigt: ‚Uhii, das sind schwierige Zeiten, wir sagen lieber nichts!‘ dann führt das auf den Ebenen darunter zu großem Unmut und zu Erklärungsnöten und kreiert ganz eigentümliche Stories in den Kaffeeküchen der Unternehmen. Aber die Geschichten entstehen, weil jedes Unternehmen, jede Kultur ihre Geschichte hat und weiterentwickelt.“

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Links:

– Dr. Andera Wels –

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– Medien –

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