EP071 Inkongruenz - leidest Du auch darunter?
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Wir sprechen über ein Leiden, das uns oft begegnet:
Der Mensch auf der Bühne oder in der Remote-Präsentation hat Inkongruenz. Das, WAS er sagt, passt nicht zu dem, WIE er es sagt. Seine nonverbalen und paraverbalen Signale sind nicht kongruent zu seiner verbal geäußerten Botschaft.

Wann entsteht Inkongruenz?

Zum Beispiel dann, wenn die oder der Vortragende starkes Lampenfieber hat. Der Körper signalisiert, „Ich will schnell weg hier, ich fühle mich nicht wohl!“ Und wenn das Thema der Präsentation aber lautet, „Wir schaffen das!“, dann wird die Aussage nicht zur Körpersprache passen. Das wirft Fragen auf. Zumindest Irritationen.

Oder, wenn jemand kurzfristig einspringen muss, um für einen Dritten zu präsentieren. Was, wenn man nun nicht hinter dem steht, was vorgetragen werden soll? Kann man das überspielen? Mit Sicherheit nicht. Das Publikum wird merken, dass da etwas nicht stimmt.

Oder, wenn die Präsentierenden in ein Korsett gezwängt werden, das sie nicht frei sprechen lässt. Das kann ein technisches Setting oder eine andere schlechte Bühne sein.

Was passiert bei Inkongruenz?

Die Gehirne der Zuschauer nehmen ein Rätsel wahr: Was stimmt nicht? Warum glaube ich dem Gesagten nicht? Wieso spüre ich eine Unsicherheit?
Und weil es unsere Gehirne lieben, Rätsel zu lösen, suchen sie nach schnellen Antworten: „Sie lügt!“ „Er ist inkompetent!“ „Sie glaubt doch selbst nicht, was sie sagt!“ „Er selbst ist schon mal kein guter Krisenmanager!“

Was kannst Du gegen Inkongruenz tun?

Lerne und übe, den Stresspegel auf der Bühne zu senken.
Springe nur dann für Dritte als Präsentierende oder Präsentierender ein, wenn Du selbst von den Inhalten überzeugt bist und sie vertreten kannst.
Nimm Einfluss auf das technische Setting und sorge für eine Bühne, auf der Du Dich wohlfühlst.
Fang rechtzeitig an, zu üben und zu proben.
Nimm Dir großzügig Zeit für die Vorbereitung.

Shownotes

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Credits

Episoden-Bild: Aarón Blanco Tejedor, Unsplash.

Unsere Portrait-Fotos: Nina Grützmacher.

Musik: „Endless Possibilities“ von Peter McIsaac Music (PremiumBeat).

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