Erststimme #38: Alexander Ulrich
Wiedergabe • 42 Min.
"Wounded Vets“ – Wie wir als Gesellschaft mit unseren Einsatzversehrten umgehen

Narben, die für immer bleiben. Stabsfeldwebel Alexander Ulrich trägt sie – sichtbar und unsichtbar. Nach einem Gehirntumor geht der 44-Jährige am Gehstock und Rollator. Die nächste Schockdiagnose: Posttraumatische Belastungsstörung, kurz PTBS. Das Trauma trifft den Feldjäger, neunzehn Jahre nachdem er aus dem Kosovo-Einsatz zurückgekehrt ist.

Die Kraft des Sports gibt Ulrich neue Stärke. Er kämpft sich zurück ins Leben und in das deutsche Team für die Invictus Games 2022. Die internationale Sportveranstaltung für im Einsatz versehrte, im Dienst verletzte oder erkrankte Soldatinnen und Soldaten finden nächstes Jahr in Den Haag statt. In den Disziplinen Diskuswerfen, Liegerad und Indoor-Rudern geht Ulrich, deutscher Para-Diskus-Meister (Halle M40), für Deutschland an den Start. Sein Traum: auch im Jahr 2023 dabei sein. Dann werden die Invictus Games erstmals auf deutschem Boden in Düsseldorf ausgetragen.

Es bedarf eines grundlegenden Bekenntnisses der Gesellschaft zu unseren Einsatzversehrten und Menschen mit Handicap. Der opfervolle Dienst am Gemeinwesen verdient Anerkennung und Respekt! Dafür werben auch Ulrich und andere Veteranen. Doch wer ist der Mensch zwischen Verwundung, Rehabilitation und Höchstleistung? Was treibt ihn an? Und warum darf man auch als Soldat und Leistungssportler Schwäche zeigen und sich im Notfall jemandem anvertrauen, wie er uns verraten hat?

Das Gespräch führt Sandra Wahle.

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