Eros und Psyche
Eros und Psyche
Mar 31, 2021
“Wir Frauen müssen die Sache mal selber in die Hand nehmen" Das Gespräch mit Bloggerin Pipa vom Frauenmut
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Von persönlichen Erfahrungen und einem besonderen Interesse am Thema Sexualität ging es für Pipa dank eines Ratschlags im Coaching in die Bloggerkarriere über. Nun schreibt sie einerseits für Frauen, andererseits für Männer Blogs zu verschiedenen Themen. Sie spricht mit Experten oder widmet sich einer Sache aus ihrer eigenen Perspektive. Was hat sie überrascht? Es seien wohl die Themen, wo sie sich selber öffnet und ihre Meinung Preis gibt, die am meisten Feedback erzeugen.
Mit Feedback sei es aber auch so eine Sache, Ines sagt, es habe sie überrascht, wie schnell man beim Thema «Orgasmus» in den Kommentaren eine kriegsähnliche Diskussion antraf, statt eines konstruktiven Dialogs. Aus ihrer Erfahrung sollte man aufpassen denn gut gemeinte Ratschläge wie «Man muss sich entspannen und dann geht das mit dem Orgasmus» könnten im Umkehrschluss bedeuten, man ist steif, zu ernst etc.
Ich glaube es gab mal den Spruch «gut gemeint ist das Gegenteil von Gut», der hierzu manchmal sehr passen würde.
Miriam äussert einen interessanten Gedanken! Erwarten wir vielleicht zu viel von unserem Sex? Muss es immer noch irgendwo etwas herauszuholen sein? Optimierungswahn in Aktion?
Pipa widmet sich in Ihren Blogs dem Thema sexuelle Belästigung, ist ausserdem der Ansicht, dass manche Frauen entweder nicht das Selbstvertrauen haben ihre Wünsche zu äussern oder aber mal zu etwas «Nein» zu sagen. Warum eigentlich nicht?
Aus ihrer Erfahrung wäre es besser, wenn man einfach sagen würde «Hey, ich will heute nur kuscheln» oder «hör mal, heute kein versauter Sex, ich bräuchte eher was liebevolles heute»
Wie gross ist der Druck der Gesellschaft auf die sexuellen Praktiken?
Man sollte aber auch die Männer fragen, was sie eigentlich wollen und warum. Schliesslich gibt es auch gesellschaftliche Entwicklungen, die den Männern eher schaden als helfen. Männer, die sich für die männliche Lust stark machen, fehlen im Bewusstsein der Allgemeinheit.
Miriam spricht dann über die Extremisierung der Pornographie und stellt die Hypothese auf «Es gilt schon als besonders, wenn man beim ersten Date nur küsst»
Und wie ist es mit Tinder? Man kann es wie jede andere Plattform tausendfach nutzen, ja nach Ziel des Individuums. Was macht es mit einem, wenn man keine Matches hat?
Direkte negative Erfahrungen sind eher eine Neuheit, würde man meinen.
Zuletzt lässt uns Ines wissen, was für sie persönlich Sexualität bedeutet.

Viel Spass beim Zuhören!

Gast: Pipa die Bloggerin, Frauen Verstehen Blog
Host: Miriam Mottl, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe, Sexualmedizinerin, Website 

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