Prävention fängt auf Aktenseiten an
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Gute Verwaltung hilft Opfern, nicht Tätern

Ein Vermerk über eine Anzeige oder ein gerichtliches Verfahren ist schnell verschwunden, wenn ein Personalakt nicht nach den Regeln der Kunst, sondern nach Gutsherrenart geführt wird. In vielen Diözesen war das eine immer wieder geübte Praxis, um Priester zu schützen, die sich sexueller Gewalt schuldig gemacht hatten. Gute Verwaltung hält strafbare Vorgänge fest und bringt sie bei späteren Nachforschungen ans Licht. Davon ist Peter Beer fest überzeugt. In der neuen Folge von Würde.Leben spricht er darüber, dass Akten alles andere als staubtrocken und überflüssig sind. Der Priester war zehn Jahre lang Generalvikar im Erzbistum München und Freising und hat dort nach dem Missbrauchsschocks eine Verwaltungsreform eingeführt. Sie begann mit dem einfachen Kniff, dass alle Blätter eines Akts mit Seitenzahlen nummeriert sind, um Manipulationen vorzubeugen. Heute ist Peter Beer Professor am katholischen Kinderschutzzentrum CCP in Rom.

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