ERF Plus - Anstoß (Podcast)
Wo stehe ich wirklich?
Jun 19, 2020 · 2 min
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In einer Straßenumfrage unserer Tageszeitung wurde in dieser Woche die Frage gestellt: „Was halten Sie von der neuen Corona-App?“ Bei manchen Antworten kann ich nur den Kopf schütteln. Mein Frau sagt oft: „Das sind Meinungen – die musst du so hinnehmen.“ Muss ich nicht – ich kann mich auch ärgern. Bringt nur nichts. Aber ich ärgere mich vor allem, wenn ich sehe, wie in den Antworten irrige Aussagen bestimmter Verschwörungstheoretiker oder auch Politgruppen erkennbar sind und denke mir: „Wieder jemand drauf reingefallen!“

Solche Irrlehrer gibt es durchaus auch in Kirchen und Gemeinden. Schon der Apostel Paulus musste seinen jungen Begleiter Timotheus vor Irrlehrern warnen, bezeichnet sie in seinem 2. Brief an Timotheus gar als „Krebsgeschwür“ - es frisst sich durch die Gemeinde. Dem stellt Paulus ein gesundes geistliches Fundament entgegen. Eine Formulierung darin lautet: „Wer sich zu Gott bekennt, trenne sich von allem, was unrecht ist.“

Manchmal ist die Trennlinie zwischen Recht und Unrecht nicht so ganz eindeutig. Wie weit ist es in der aktuellen Situation noch legitim, die Grund- und Freiheitsrechte der Menschen einzuschränken? Gut, wenn wir darauf aufpassen! Wenn aber die Linie zwischen Recht und Unrecht ganz offensichtlich ist, dann muss klar sein, auf welcher Seite wir stehen. Auch bei Demonstrationen auf der Straße. Sonst laufen auch wir Gefahr, andere in die Irre zu führen und zum Krebsgeschwür zu werden. Ich will das nicht.

Autor: Hans Wagner


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