ERF Plus - Anstoß (Podcast)
Recht bei Trost
May 12, 2020 · 2 min
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Wer beim Begriff „Trost“ nur an Trauer denkt und beim Eigenschaftswort „getrost“ an Menschen, die angesichts eines schmerzlichen Verlustes mühsam die Fassung wahren, hat vielleicht nicht völlig unrecht – aber die ganze Wahrheit ist das nicht. Das deutsche Wort Trost hängt von der Sprachwurzel her mit Treue zusammen und bedeutet Festigkeit und Zuversicht – und eben nicht nur Ermutigung im Leid. Ähnlich sieht es mit dem entsprechenden griechischen Wort parēgoriá aus. Wer „recht bei Trost ist“, hat die Sinne beieinander, ist also nicht fassungslos oder gelähmt, sondern ist handlungsfähig und, wo gefordert, womöglich auch tatkräftig.

 

Genau das hat der Apostel Paulus vor knapp 2.000 Jahren der jungen christlichen Gemeinde in Thessalonich, dem heutigen Saloniki, gewünscht. Und er hatte einen guten Grund dafür. Paulus schreibt im 2. Thessalonicherbrief: „Gott, unser Vater, hat uns seine Liebe erwiesen und uns in seiner Gnade einen ewig gültigen Trost und eine sichere Hoffnung geschenkt. Wir bitten ihn und unseren Herrn Jesus Christus, euch getrost und mutig zu machen und euch Kraft zu geben zu allem Guten, in Wort und Tat.“

 

Getroste Menschen sind beherzte Menschen. Stecken nicht auf, lassen nicht locker. Wenn sie in sich ruhen, dann in dieser von Gott geschenkten Zuversicht. Können aus dieser Zuversicht heraus ans Werk und auf andere Menschen zugehen. Recht bei Trost.

Autor: Markus Baum


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