Warum Gefühle uns Angst machen
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#78 Ich arbeite in einem Beruf, in dem es ziemlich emotional zugeht. Als Therapeutin und Traumatherapeutin bin ich tagtäglich mit Menschen in Kontakt, die oft von intensiven Gefühlen begleitet sind oder mit intensiven Gefühlen zu tun haben. Trotzdem ist es nicht so, dass hier täglich Menschen sitzen, die ausschließlich in Tränen aufgelöst, schäumend vor Wut oder vor Angst schlotternd, also in Gefühl sind. Ganz, ganz oft ist es so, dass die Arbeit darin besteht, sich den Gefühlen, die da sind, sanft anzunähern, um überhaupt mit ihnen umgehen zu können. Diese kleine Einleitung weist eigentlich schon darauf hin, dass es in diesem Thema vor allem um den Umgang mit Gefühlen geht. Wir leben in einer Gesellschaft, in der es nicht gerade belohnt wird, wenn man Gefühle zeigt. Vielmehr wird in unserer gegenwärtigen Gesellschaftsform belohnt, honoriert oder auch erwartet, dass man funktioniert. Manchmal sogar, statt zu fühlen. Gefühle zu verdrängen oder zu dissoziieren ist immer eine Strategie. Entweder durch Prägungen, oder durch traumatischen Stress, der zur Dissoziation von Emotion, von Gefühl führt. Unerlöste Gefühle spielen eine große Rolle im Hier und Jetzt. Denn unerlöste Gefühle enthalten viel Spannung und eine starke Ladung. Alles, was unerlöst ist und noch im Inneren liegt, egal ob Gefühl oder Körperreaktion oder was auch immer, enthält genau die Spannung oder energetische Ladung, die es in dem Moment enthalten hat, in dem es aufgebracht wurde. Das hat natürlich Folgen. In dieser Folge erfährst Du:

  • welche Rolle Gefühle in unserer Gesellschaft spielen
  • wieso Fühlen für uns als Spezies so wichtig ist
  • dass wir Gefühle je nach unseren Prägungen unterschiedlich wahrnehmen
  • dass es gefährlich sein kann, Gefühle zu dissoziieren
  • was du tun kannst, um dich dem Fühlen wieder anzunähern
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